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KATHARINA NEUWEG
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Ausstellungen

HOCHSTAPELN _ 36.Landeskunstschau des BBK MV curated by Maryna Streltsova

Blick in die Ausstellung_ Städtische Galerie Wollhalle

Fragiles Terrain 2024
Video, HD, Dauer 50min 08 sec. _ Hochformat
Kamera/ Konzept: Katharina Neuweg
Schnitt: Shiva Rauch

Nichts ist in Stein gemeißelt. Alles ist in Veränderung verstanden. Ein Anpassen, Abwägen, neu bauen, Zerstören, Wiederaufgreifen. Aus der immer wieder neu hervorgehenden Situation werden Entscheidungen getroffen. Die Videoarbeit Fragiles Terrain wurde mit einer Helmkamera aufgenommen. Sie zeigt den Aufbau der gleichnamigen Installation Fragiles Terrain, die sich auf illegale Abholzung, Versalzung von Böden und territoriale Vereinnahmung von Wäldern bezieht. Zwei Hände stapeln sich auf einem Salzteppich Brennholz übereinander. Dabei geraten
die Scheite aus dem Gleichgewicht, stürzen zu Boden, oder schwanken mal zart, mal stärker in der Bildfläche. Der Betrachter wird durch die Wahl der Perspektive als Handelnder impliziert. Es geht um ein metaphorisches Austarieren von sozialen Gefügen, Generationen und umweltpolitischen Aufgaben, die zu bewerkstelligen sind. Eine subtile Hinterfragung unserer Lebensräume und unseres Umgangs mit der Natur. Was wurde schon zerstört, wieviel Natur begrenzen wir und wie sehr begrenzen wir uns selbst im Ressourcenraub und kultureller Vereinnahmung zwischen Industrie, dem Notwendigen und einem Überlebenskampf nicht nur indigener Nachkommen. Eine Gratwanderung. Es bedarf einer hochsensiblen und ausgewogenen Zukunftsvision, die es zu „bauen“ gilt.

MARIEN-LEBEN ( VOM SICHT- UND UNSICHTBAREN), Kulturquartier Neustrelitz, 2025

1912 schuf Rainer Maria Rilke den Gedichtzyklus Marien–Leben, in dem er den Schwerpunkt auf die irdische Gestalt Mariens legt. Durch Darstellungen des Marienlebens und verschiedene andere Quellen inspiriert, verwebt er Heiliges, Profanes und Metaphysisches mit der eigenen Realität seines Lebens und Schaffens. Paul Hindemith nimmt das Marien-Leben Rilkes als Ausgangspunkt und komponierte das Marienleben Opus 27, welches er 1923 erstmals veröffentlichte, aber über 25 Jahre hinweg weiter bearbeitete, um es 1948 als letztgültige „Neufassung“ herauszugeben. Das Werk wird einer der wichtigsten Liederzyklen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

2025 wendet sich die Künstlerin Katharina Neuweg erneut diesem Thema zu und zeigt in der Ausstellung Marien – Leben (vom Sicht- und Unsichtbaren) aktuelle Arbeiten, die sie ausgehend von Rilkes lyrischer und Hindemiths musikalischer Bearbeitung dieses christlichen Urmythos geschaffen hat. Es entstanden sowohl Malereien als auch Installationen, die Gegenwart und Geschichte subtil miteinander verschmelzen, wobei sie sich einem erzählerischen, das Geschehen abbildenden Zugang verweigern.

Obwohl auch für sie die tradierten Bildtraditionen der Marienzyklen wichtiger Ansatzpunkt waren, entwickelt sie eine neue Bildsprache, die sie mit dem Motiv des Kreises im zyklisch Wiederkehrenden verankert- für sie das adäquate Mittel für die Transformation zurück ins Bildnerische.

Ihr geht es nicht um die Abbildung einer Geschichte, als vielmehr um die zeitgenössische Spiegelung von Erfahrungen, Befindlichkeiten und Zuständen, die wiederholt auf den Menschen einwirken. So wird die Pietá – die Gottesmutter, die ihren toten Sohn hält – nicht mehr gegenständlich erzählerisch dargestellt, sondern für die Essenz dieser abgrundtiefen Trauer, wird eine andere Ausdrucksform gesucht und in einer in Blei gegossenen Kerze gefunden, die als solche – symbolisch und real – all ihren Funktionen enthoben ist.

Die Werke in der Ausstellung besitzen einen intrinsisch poetischen Charakter, der das ewig Wiederkehrende des Sicht- und Unsichtbaren einfängt. ( Mara Maroske)

wenn Maria tanzt (1)Herunterladen

CASPAR UND ICH. GEGENWART TRIFFT ROMANTIK, Kunstsammlung Neubrandenburg, 2024/25

Fotonachweis: Roman März

…die interessante Ambivalenz des Raumes mit seinen kühlen Architekturelementen ergänzt die Aussage, die sie mit ihrer Installation trifft. Ausgehend von einer romantischen Vorstellung der Natur thematisiert die Künstlerin die aktive Entgrenzung aus ihr, deren Zerstörung und die Vernichtung aller Lebensgrundlagen durch einen ungebremsten Konsum. XL und XXL die allgegenwärtigen Zeichen für Konsumwahn, sind zu einem Netz gewoben, als „Tasche für das letzte Hemd“. Friedrichs „Wanderer im Nebelmeer“ wird in ihren Gemälden „Vertreibung des Paradieses“ zum Nebelmeer brennender Wälder in Brasilien. In der Mitte des Raumes befindet sich ein „fragiles Terrain“. Totes Holz auf salziger Erde steht in einem abgegrenzten Bereich. Nicht betretbar. Das gestapelte Brennholz ist so fragil, wie sich die momentane Situation zeigt. ( Elke Pretzel Auszug aus dem Ausstellungskatalog)

NEUES AUS DEN ATELIERS, KÜNSTLERHAUS SCHLOSS PLÜSCHOW 2024

TATORT, DEZERNAT 5 , Schwerin 2022

Foto: Dettmann

FÜNF POSITIONEN DER GEGENWART, Kunstpreis der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe für Bildende Kunst in MV, Kunstsammlung Neubrandenburg 2022

Kunstsammlungen Neubrandenburg Ausstellung zum Kunstpreis 2022 Foto: Thomas Häntzschel / nordlicht www.fotoagenturnordlicht.de

Text: Dr. Katrin Arrieta

Text_Dr.-Katrin-ArrietaHerunterladen

APIS MELLIFERA_SCHNITTSTELLE NEUSTRELITZ_mit Arbeiten von Dana JES, Dr. Christina K. May und Katharina Neuweg

Fotonachweis: Anne Steffen

OUTLINES AND INSIDES_KUNSTVEREIN ZU ROSTOCK e.V._ROSTOCK

WEB_KVRostock_NeuwegSchaikowski Folder 2021Herunterladen

GEFEASZE _GALERIE FÜR GEGENWÄRTIGE KUNST_ KOF_NEUSTRELITZ

curated by Marieken Matschentz

kommen und gehen_GALERIE FÜR GEGENWÄRTIGE KUNST_ KOF_NEUSTRELITZ

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